02.05.2020
Klimaschutz vor Ort
Effizienzhaus-Standard KfW 40 plus in Neubaugebieten
Energiekonzept und Klimaschutz in der Bauleitplanung
-Minimierung des Wärmebedarfs von Gebäuden
-CO2-freie Deckung des Wärmebedarfs
-Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien
Nutzung von Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie und Biomasse statt fossiler Energieträger.

In der Öffentlichkeit - aber auch in vielen Kommunen - wird das Thema Klimaschutz inzwischen intensiv diskutiert. Es gibt eine Vielzahl von Vorschlägen, wie man mit dem Problem der Erhitzung der Erde lokal und global umgehen sollte.  weiterlesen...
Der KfW-Effizienzhaus-Standard für einen Neubau weiterlesen...
28.08.2019
Gesetzlich geschütztes Biotop GB-NI-0196 im Stadtwald zerstört
Nach Eschensterben über 200 Bäume gefällt
Nach dem in Deutschland immer mehr Eschen von einer Krankheit heimgesucht werden, die durch einen Pilz ausgelöst wird, hat es auch den Stadtwald getroffen. 200 bis 250 Bäume wurden gefällt. Hierfür sollen nun Eichen gepflanzt werden.
Nur - diese gefällten Bäume standen in einem gesetzlich geschützten Biotop. Hier sind Maßnahmen, die zu einer Veränderung des Charakters dieses Biotops führen, verboten.

-Gab es keine andere Möglichkeit, als die Rodung des gesamten Gebietes?
-War die Maßnahme mit der Naturschutzbehörde des Landkreises abgestimmt?
-Hat die Naturschutzbehörde dieser Maßnahme zugestimmt?
-Stimmt die Naturschutzbehörde der Pflanzung einer anderen Baumart zu?
-Was geschieht mit den Eschen, die in den anderen noch vorhandenen Feuchtbiotopen stehen?

Es bleiben noch viele Fragen offen.
Mitgliederversammlung
Zur Zeit treffen wir uns zu
Video-Konferenzen


Unsere Versammlungen sind öffentlich. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen.
Dokumentation aufrufen
© BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Ortsverband Rehburg-Loccum - 2020,  aktualisiert: 02.05.2020                             
 
Ortsverband Rehburg-Loccum
Herzlich willkommen!
01.05.2020
Nach den uns vorliegenden Informationen wird, im Geltungsbereich von Bebauungsplänen, die gesetzliche Verpflichtung für Ausgleichsmaßnahmen für bauliche Eingriffe in die Natur nach dem Baugesetzbuch (BauGB) vorgenommen.

In unseren städtischen Bebauungsplänen sind dafür Flächen oder vergleichbare Maßnahmen festgesetzt. Soweit uns bekannt ist, sind solche Ausgleichsmaßnahmen sowohl auf den Baugrundstücken als auch außerhalb des Bebauungsplanes verpflichtend vorgesehen.

Unser Ziel ist es, dass diese Maßnahmen, die Nachteile für Natur und Landschaft ausgleichen sollen, auch tatsächlich umgesetzt werden. Nach unserer Einschätzung gibt es aber an vielen Stellen Umsetzungsdefizite.

Im Baugesetzbuch ist geregelt, dass die Gemeinden die erheblichen Umweltauswirkungen, die auf Grund der Durchführung der Bauleitpläne eintreten, überwachen müssen, um insbesondere unvorhergesehene nachteilige Auswirkungen frühzeitig zu ermitteln und in der Lage zu sein, geeignete Maßnahmen zur Abhilfe zu ergreifen.

Seit der Änderung im Jahre 2017 ist im BauGB klargestellt, dass Gegenstand der Überwachung auch die Durchführung der Ausgleichsmaßnahmen ist.

Nach dem Zweck der Vorschrift ist davon auszugehen, dass die Durchführung der Ausgleichsmaßnahmen unmittelbar an den Vollzug des Bebauungsplans und an die Eingriffe gekoppelt ist. Eine Durchführung der Maßnahmen erst mehrere Jahre nach Umsetzung der Eingriffe halten wir für sehr unglücklich, nicht im Sinne des Gesetzes und schädigend für Natur, Umwelt und Artenschutz.

Unserer Forderung nach zeitnaher Umsetzung der festgesetzten Maßnahmen wollen wir Nachdruck verleihen.
Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft
Umsetzung der festgesetzten Maßnahmen
01.05.2020
Mehr Natur im Stadtwald
Entnahme von Flächen aus der forstwirtschaftlichen Nutzung
Die Stadt Rehburg-Loccum besitzt ca. 350 ha Stadtwald. Der Wald wird als Betreuungsforst durch die Niedersächsischen Landesforsten nach den Kriterien des LÖWE-Programms („Langfristige Ökologische Waldentwicklung“) bewirtschaftet.

Größere Anteile des Stadtwaldes unterliegen verschiedenen Schutzkategorien, wie FFH-Gebiet, Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet oder gesetzlich geschütztes Biotop. Keine dieser Schutzkategorien bewirkt aber einen Verzicht auf forstwirtschaftliche Nutzung, die jeweils gültigen Schutzgebietsverordnungen legen allenfalls geringfügige Auflagen fest.  Dass die genannten Schutzkategorien im Stadtwald hinter wirtschaftliche Interessen zurücktreten, zeigt der völlige Kahlschlag des gesetzliche geschützten Biotops GB NI 0196 im Spätsommer 2019 einschließlich der (Wieder-)-Herrichtung von Entwässerungsgräben.

Welchen Beitrag zum Naturschutz Habitatbäume im Stadtwald spielen, ist uns nicht bekannt, da sie in der Örtlichkeit nicht gekennzeichnet sind

Angesichts des aktuell diskutierten „Insektensterbens“ ist eine deutlich stärkere Ausrichtung der Waldbewirtschaftung auf Naturschutzbelange erforderlich. Diese kann am einfachsten durch langfristig aus der Nutzung genommene Waldflächen umgesetzt werden. Hier kann sich der Wald ohne jegliche menschliche Eingriffe entwickeln und alle Phasen von der Verjüngung bis zum Zerfall ungestört durchlaufen. Die Bundesregierung hat im Jahr 2007 die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt verabschiedet. Darin wird u.a. das Ziel formuliert, dass bis 2020 auf einem Anteil von 5 % der deutschen Waldfläche bzw. 10 % des öffentlichen Waldes eine natürliche Waldentwicklung stattfindet, d.h. dass auf den Flächen alle forstwirtschaftlichen Maßnahmen eingestellt werden. Viele öffentliche Forstbetriebe haben sich bereits an diesem Programm beteiligt, so z.B. die Niedersächsischen Landesforsten mit 8,2 % ihrer Waldflächen (Stand Oktober 2015). Im Jahr 2017 hat die Niedersächsische Landesregierung eine Erhöhung auf 10% der Waldfläche beschlossen.

Nutzungsfreie Wälder leisten zudem einen hohen Beitrag zum Klimaschutz. Der Verzicht auf die Holzentnahme führt über viele Jahrzehnte zu stetig wachsendem Holzvorrat, in dem CO2 langfristig festgelegt ist. Neben dem hohen Natur- und Klimaschutzwert kommt den nutzungsfreien Wäldern auch eine hohe Erholungsfunktion zu.

Unsere Forderung an den Rat:

Es werden ca. 10% bzw. ca. 35 ha der Fläche des Stadtforstes endgültig aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den durch das Eschentriebsterben geschädigten Beständen, insbesondere den gesetzlich geschützten Biotopen. Hier ist der wirtschaftliche Minderertrag am geringsten und die Flächen sind aufgrund der hohen Bodenfeuchte ohnehin schwer zu bewirtschaften.