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© BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Ortsverband Rehburg-Loccum - 2020,  aktualisiert: 09.08.2020                             
 
02.05.2020
Klimaschutz vor Ort
Effizienzhaus-Standard KfW 40 plus in Neubaugebieten
In der Öffentlichkeit, aber auch in vielen Kommunen, wird das Thema Klimaschutz inzwischen intensiv diskutiert. Es gibt eine Vielzahl von Vorschlägen, wie man mit dem Problem der Erhitzung der Erde lokal und global umgehen sollte.

Bund und Land - aber auch die kommunalen Spitzenverbände - geben regelmäßig Empfehlungen, wie Kommunen mit guten Beispielen zu den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz vorangehen können. Dabei geht es im Wesentlichen darum, dass auf der einen Seite ein effizientes Energiemanagement für kommunale Liegenschaften eingeführt wird, auf der anderen Seite aber auch die Rahmenbedingungen so gesetzt werden, dass die Bürgerinnen und Bürger ihr persönliches Verhalten stärker auf die Erreichung von Klimaschutzzielen ausrichten.

In Rehburg-Loccum gibt es eine Reihe interessanter und spannender Ansätze (Faulturm für die Kläranlage, Insektenschutz, Wegeseitenränder).

Wir sind der Auffassung, dass auch bei dem Neubau von Wohnhäusern und Wohnungen stärker als bisher auf die Aspekte des Klimaschutzes geachtet werden sollte. Wenn heute ein Haus gebaut wird, wird es über viele Jahrzehnte genutzt werden. Es steht auch dann noch, wenn aufgrund der vereinbarten Klimaziele längst keine Gebäude mehr gebaut werden dürfen, die nicht zu 100 % mit erneuerbaren Energien beheizt oder gekühlt werden können.

Die KfW fördert bereits heute die Ausstattung von Neubauten mit einer zusätzlichen Wärmedämmung und technischen Anlagen, damit auf die Verwendung von Öl und Gas verzichtet werden kann. Ein Einfamilienhaus in den KfW 40+ Standard erhält einen Zuschuss in Höhe von 15.000 € und Bauherren können zudem extrem günstige Baukredite aufnehmen. Viele Experten und Energieberater gehen davon aus, dass man allein über diesen Zuschuss der größte Teil der Mehrkosten für einen solchen KfW 40+ Standard finanziert werden kann.

Unabhängig davon lässt die Energieeinsparungsverordnung aus dem Jahr 2016 aber nach wie vor Häuser zu, die energetisch merklich schlechter abschneiden und auf eine zusätzliche Heizung (in der Regel Erdgas) angewiesen sind. Dass die heutigen Regeln für den Neubau und Sanierung von Gebäuden im Interesse des Klimaschutzes deutlich verschärft werden müssen, dürfte bei den meisten Verantwortung tragenden Politikerinnen und Politikern inzwischen Konsens sein. Der Zeitpunkt der Einführung neuer Bestimmungen ist zz. aber noch unklar.

An dieser Stelle sind wir der Auffassung, dass es sowohl für den Klimaschutz als auch für das Image der Stadt Rehburg-Loccum gut wäre, wenn der Stadtrat auch bei der Veräußerung von kommunalen Grundstücken ein aktives Zeichen setzen würde.

Wir sprechen uns deshalb dafür aus, dass die Stadt Rehburg-Loccum sich zukünftig insofern für den Klimaschutz einsetzt, dass städtische Grundstücke nur mit der verbindlichen Auflage veräußert werden, dass mindestens ein KfW 40+ Standard hergestellt wird.

Wünschenswert für den Rat und die Verwaltung wäre, dass die Klimaschutzagentur (oder die niedersächsische Energieagentur) ihre aktuellen Bemühungen rund um das Thema Neubau und Sanierung von privaten Immobilien vorstellt und über innovative Konzepte aus anderen Kommunen berichtet. Darüber hinaus sollte ein lokaler Bauunternehmer die Gelegenheit erhalten, seine eigenen Erfahrungen mit dem Bau von energetisch optimierten Gebäuden und die damit verbundenen zusätzlichen Aufwendungen darzustellen.